Mit Photoausstellung von Thomas Dworzak

Fiktion vs. Dokumentation


mit Gabriele Riedle, Thomas Dworzak, Lothar Müller

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  Lesung und Gespräch: Gabriele Riedle stellt ihren neuesten Roman In Dschungeln. In Wüsten. Im Krieg. vor und diskutiert mit dem Kriegsfotografen Thomas Dworzak. Moderiert von Lothar Müller.

Können Reporterinnen und Reporter tatsächlich einfach das dokumentieren, was sie sehen und erleben? Oder unterliegen sie als Schreibende oder Fotografierende nicht schon immer unwillkürlich erzählerischen, respektive bildlichen Traditionen aus dem Bereich der Fiktion und der Kunst? Enthalten Reportagen nicht schon immer Elemente des Abenteuerromans während etwa die Kriegsfotografie an Schlachtenmalerei einerseits und an Bilder aus Actionfilmen andererseits anknüpft? 

Die Schriftstellerin Gabriele Riedle und der Fotograf Thomas Dworzak beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit diesen Spannungsfelder.

Riedles neuer Roman »In Dschungeln. In Wüsten. Im Krieg.« erzählt einerseits von den Erfahrungen einer Reporterin und eines Kriegsfotografen (eine Figur, die angelehnt ist an den in Libyen getöteten Magnum-Fotografen Tim Hetherington) bei der Arbeit in Afghanistan und in den Dschungeln von Papua Neuguinea, im Kaukasus und in Libyen und Liberia.  Gleichzeitig reflektiert sie die Zwänge und die Traditionen dieser Arbeit und es fließen in den Erzählstrom immer wieder Elemente aus der Literaturgeschichte sowie aus der gegenwärtigen Unterhaltungsindustrie.

Riedles Roman ist im Frühjahr in der Anderen Bibliothek erschienen. Sie ist selbst seit vielen Jahren als Reporterin unterwegs.

Thomas Dworzak, einer der berühmtesten Kriegsfotografen der Welt und bis vor Kurzem Präsident der legendären Fotoagentur Magnum,  kontrastiert seine Bilder etwa aus dem Irak, aus Afghanistan oder aus dem Kaukasus immer wieder mit Material aus Fernsehserien oder aus dem Spielfilmgenre. In seinem Fotoband „Mash Irak“ zeigt er etwa Filmstills aus der US-Serie „Mash“ über den Vietnamkrieg zusammen mit seinen eigenen Aufnahmen aus dem Irak. In seinem neuen Buch „Khidi – The Bridge“ wiederum erscheinen seine Fotos aus Afghanistan, dem Irak und dem Kaukasus als Standbilder für eine fiktives Drehbuch für einen fiktiven Spielfilm.

Diese Arbeiten sind im Foyer des Theaters in einer Ausstellung zu sehen.

Öffnungszeiten: Wir bitten um Anmeldung unter Karten@tak-berlin.de
31.08.22 10:00 - 18:00 Uhr 
01.09.22 10:00 - 18:00 Uhr
06.09.22 10:00 - 18:00 Uhr 
07.09.22 10:00 - 18:00 Uhr 
08.09.22 10:00 - 18:00 Uhr 
09.09.22 10:00 - 18:00 Uhr 

Zum Stream: https://youtu.be/k5ZF-M0k8JI

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