Qaf Szenische Lesungen II: Der Feigling von Omar Al Jbaai

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In Der Feigling von Omar Al Jbaai aus Syrien stehen die ungleichen Freunde Saado und Radeef im Zentrum. Ihre verschiedenen Lebensstile beleuchten gegensätzliche Strategien im Umgang mit (psychischer) Isolation.

Saado raucht und versinkt in einer Selbstidentifikation mit Sophokles, Heiner Müller und James Joyce und weigert sich, jede Spur von Wirklichem und Spontanem anzuerkennen, also alles, was ihn aus seiner Isolation herausbringt. Unaufhörlich beschäftigt er sich mit Erinnerungen und betont seine eigenen Schwächen. Seinem Freund und Mitbewohner Radeef teilt er seine Sorgen mit, sucht aber auch Streit mit ihm und beurteilt ihn streng.

Dagegen versucht Radeef, der eher realistisch bleibt und weniger spricht, Saado zu motivieren, etwas zu tun, statt immer nur zu reden.

Warum müssen wir etwas tun? Ist es mutiger, etwas zu tun, als nichts tun? Was muss das überhaupt sein und warum? Welche Rolle spielt dabei die Angst?

Autor Omar Al Jbaai
Mit Yazan Melhem, Kinan Hmeidan, Marcus Hering, Stefan Kreißig
Regie Nowar Yusuf
Übersetzung Leonie Nückell
Dramaturgie Wael Kadour
Untertitel Yousef Hasan
Künstlerische Leitung: Ghassan Hammash
Produktionsleitung MIFRUSH Production

Presse- & Öffentlichkeitsarbeit Lars Lennertz
Grafikdesignerin Saskia Ziese
Videodokumentation Okba Hazeem
Fotografie Mohamed Badarne
Assistenz Majdolen Haidar

Gefördert durch:
Senatsverwaltung für Kultur und Europa & Stiftung Preußische Seehandlung


Interkultureller Austausch auf Augenhöhe

Das arabisch-deutsche Bühnenprojekt „Qaf“ bringt unter dem Titel „Szenische Lesungen II“ arabisches Theater nach Berlin.

Vier neue Theaterstücke werden 2022 im Theater Aufbau Kreuzberg (TAK) präsentiert. Auf Arabisch und Deutsch erzählen die zeitgenössischen Stücke von einem Leben zwischen den Kulturen.

Es ist der zweite Jahrgang der Serie; zur diesjährigen Lesungsreihe richtete Qaf eine offene Ausschreibung an arabische Autor*innen, die ihre Heimat verlassen haben.

Die Aufführungen finden in Doppelterminen statt: Sie zeigen die Stücke jeweils zur Hälfte auf Arabisch und auf Deutsch, wobei sich die Aufteilung beim jeweils zweiten Termin umkehrt. So entsteht laut Projektleiter Ghassan Hammash „ein laborartiges Bühnenexperiment, dessen Mitglieder*innen so divers sind, wie ihr Publikum“!

 

Tickets

  • €15/€10 (erm.)
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