Premiere

geRecht

Eine begehbare Filminstallation im Theater

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Die Filminstallation ist ein neues digital-analoges Aufführungsformat, das im April uraufgeführt wird, sollten die Theater wieder öffnen dürfen: Mit „geRecht“ laden wir ein kleines Publikum ins tak Theater Aufbau Kreuzberg ein, wo es mit den Akteur*innen auf sechs Leinwänden Auge in Auge Teil eines Verwaltungsgerichtssaals einer Asylrechtskammer werden und so einen tiefen Einblick in die Arbeit der Justizexpert*innen bekommen kann.

Mit „geRecht“ blicken suite42 in drei Episoden einer Serie mit den transnationalen Autor*innen - Mehdi Moradpour, Matin Soofipour Omam, Peca Stefan, und Dramaturg*innen Maria Milisavljevic und Ghiath Mithawi, der Regisseurin Lydia Ziemke und einem vierköpfigen Schauspieler*innensemble (Omar El Saeidi, Roland Bonjour, Anke Retzlaff & Corinna Harfouch) ins Herz der deutschen Gesellschaft - in ihr Justizsystem, dieser unabhängigen und unbedingt erhaltenswerten Instanz, und speziell auf das Asylrecht.

Die Stücktexte wurden aufgrund der Pandemie 2020 für eine immersiven, interaktiven (Corona-kompatiblen) Videoinstallation über 6 Leinwände präsentiert, dazwischen entsteht ein Raum, in dem das Publikum Teil des Spiels wird. Darauf folgt ein inszenierter Bühnenprozess, der möglich aber für die Regierung nicht von Interesse wäre, und der auf einer Bühne mit öffnenden Elementen und allen echten Akteuren mit offenem Ausgang geführt wird.

Vor dem Asylgericht gilt die Wahrheit, doch ist die Wahrheit nur, was bewiesen werden kann. Eine berühmte Richterin muß kurz vor dem Ruhestand verschiedene Versionen der Wahrheit erwägen, und den großen Spielraum ihres Gesetzes ausloten. Auf der Suche nach ihrem Sohn ist sie selbst auf die Menschen angewiesen, die daher kommen, wo er mutmaßlich verschwand - Afghanistan. Diese Vorgänge öffnen auch den Blick auf ihr jüngeres Selbst in der DDR, als sie in einer ähnlichen Situation dem Urteil Anderer in einer anderen Gesetzeslage ausgeliefert war, bevor sie selbst geflohen ist.

„geRecht“ beleuchtet die letztjährigen Veränderungen im Asylrecht, und die Beziehung von Recht und Gerechtigkeit mit Fokus auf den großen Handlungsspielraum und die Verantwortung der einzelnen Jurist*innen. Zusammen mit realen Expert*innen will das Projekt einen ehrlicheren Umgang mit dem Thema Asylrecht anregen, und den Blick öffnen für die Entwicklungen in der Gesellschaft und mögliche sowie tatsächliche Bestrebungen der Regierung(en).

Aufführungen für Einzelne mit Termin

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  • €12/€8 (ermässigt) / €3 (Berlinpass)
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