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Spielplan

27.11.2020 — Die unmögliche Vertreibung des Herrn B.


Hör- und Sehspaziergang

Die unmögliche Vertreibung des Herrn B. (2. Fassung)

Oder: Dieser Kiez ist (k)ein Kaufhaus

Zoom

Die Suche nach Herrn B. geht weiter…

In der Stille des im November geschlossenen Theaters haben wir eine Lockdown-Konforme Variante des Hör- und Sehspaziergangs erarbeitet, die ab dem 27.11. online verfügbar sein wird. Diese Fassung erhalten Sie beim Kauf einer Karte per und beinhaltet: Das Hörspiel des Herrn B als Audiowalk zum alleine oder in kleinen Gruppen begehen und den einleitenden Kurzfilm “7 Geschichten zum Aufbau Haus”, die zum Herunterladen angeboten werden.

Bei Kauf einer Karte kommen Sie über Eventbrite in einen Bereich mit Links zum Film und zur neuen Fassung der Hörspiels und des Rundgangs. Fragen, Kritik und Anmerkungen bitten wir presse@tak-berlin.de zukommen zu lassen

Karten: €9/€6 (ermässigt)
Vorstellungsdauer ca. 2,5 h
Zum Abspielen des Audiowalks benötigen Sie ein Smartphone und Kopfhörer. Wir empfehlen, gemütliche Laufschuhe und wetterfeste Kleidung zu tragen. Sollten Sie den Rundgang nachts unternehmen empfehlen wir unbedingt eine lichtstarke Taschenlampe.

Das Vogelnest wurde zugemauert. Der Weltbürgersaal - geschlossen? Das Licht am Ende des Tunnels war der Todesschuss- oder? Aber Herr B - ja, der wohnt noch hier. Die haben das neue Haus um seine Schrankwand gebaut. Neben dem Haus bauen sie jetzt neuere Häuser. Über Leben im Aufbau, über das Überleben in Kreuzberg, erzählt von Herrn B.

Die multimediale Stadtraum-Performance “Die unmögliche Vertreibung des Herrn B.” beleuchtet gesellschaftliche Widersprüche aus Distanz und Nähe, Vertreibung und Widerstand unter dem lokalen Brennglas, verwickelt sie in ein Spiel, in dem eine grundsätzliche Berührung mit der so genannten „neuen Wirklichkeit“ möglich ist.

Wir laden als tak- Kollektiv in unserer ersten gemeinsamen Produktion zur Erkundung der Welt eines gewissen Herrn B ein, der sich schon seit Jahren gegen die Vertreibung aus seinem Heimatbezirk erwehrt. Fiktion und Aktualität, utopische Überlegungen zum gemeinsamen (Über-)Leben und Realitäten der urbanen Entwicklung, Hugenotten und die “Partymeile Oranienstrasse” verweben sich in dieser Erzählung über gelebtes, geträumtes, Geflüchtete, Grenzgänger und Gebliebene.

Im einleitenden Film 7 GESCHICHTEN ZUM AUFBAU HAUS porträtiert France-Elena Damian die Mieter des kreativen Kiezkaufhauses am Moritzplatz: Klaus ist Urberliner, mit Hilfe seiner Eltern konnte er seine erste Tischlerei eröffnen. Ala kommt aus dem irakischen Kurdistan, mit 18 konnte sie noch kein Wort Deutsch, jetzt träumt sie von einer zweiten Schneiderei. Der Verlag fand im Aufbau Haus seine neue Heimat, auch wenn Christoph, der Modulorgründer, das Ganze lieber Planet Modulor genannt hätte. Doch nun steigt er aus diesem Planetensystem aus und hinterlässt uns eine Botschaft. 

Zwischen dem Untergrund der U-Bahn-Haltestelle Moritzplatz und dem des Fluchttunnels zwischen Sebastian- und Heinrich-Heine-Straße entwirft Lydia Ziemke (suite42) IM (DOPPELTEN) UNTERGRUND unter Mitwirkung eines Chores von (Zeit-)Zeug*innen verschiedene Versionen der Geschichte auf der Suche nach dem Exit aus „deutsch-deutschen Untergründen“.

In ZWANGSRÄUMUNG führt Stefanie Aehnelt durch die Oranienstraße in den Kirchgarten von St. Jacobi. Sie thematisiert an einem lokalen Beispiel die Frage von Zusammenleben vs. Verdrängung. Es geht um nichtmenschliche Mitbewohner der Stadt – Vögel. Sie fordert in einer Live-Performance zwischen Aktivismus und Sinnlichkeit eine STADT FÜR ALLE.

DIE UNSICHTBAREN leben unter uns, die tatsächlich Vertriebenen, die in diesem Kiez leben. Ihnen wird keine Stimme zugestanden, sie dürfen nicht wählen und doch sind sie aktiv. Der TAK e.V. begibt sich auf eine Spurensuche und trifft auf Menschen, die sich behaupten und mit ihrer Resilienz einen neuen Weg für sich finden.

Im HÖRSPIEL DES HERRN B. verbindet kainkollektiv die verschiedenen Stationen und Geschichten. Der Moritzplatz wird zum Syptomschauplatz einer utopischen Fantasie: die heterogenen Stimmen, die ihn bevölkern, zu einem vielstimmigen und -sprachigen Chor der Nachbarschaft zu fügen und die Potentiale seines Widerstands hörbar und erlebbar werden zu lassen: Herr (Kreuz)B.(erg) bleibt, denn dieser Kiez ist kein Kaufhaus!

Gefördert vom Fonds Soziokultur und Stiftung Kommunikationsaufbau
Ein Projekt des tak Theater Aufbau Kreuzberg e.V. 

Eine Produktion des tak-kollektivs

7 Geschichten zum Aufbau Haus
Regie: 
France-Elena Damian
Kamera und Schnitt: Caram Kapp
Ton: Nils Lauterbach
Musik: Öz Kaveller, Caram Kapp
Mit: Matthias Koch, Christof Struhk, Klaus Henke, Silke Michel, Ala Hadji, Herrn Behne, Reinhard Rohn

Im (Doppelten) Untergrund:
Texte und Regie: 
Lydia Ziemke
Aufnahme & Ton: Nils Lauterbach
Mit: Christian Kuchenbuch, Anke Retzlaff, Stefan Stern, Henning Streck & einem Chor aus ZeitzeugInnen

Zwangsräumung (Kirchgarten St. Jacobi)
Darstellerinnen: 
Angela Laich, Brigitte Rilke, Alexandra Voaides
Im Audio: Carolin Seige / Vogel-Aktivistin
Lisa Söhn und Imke Wardenburg / NABU Berlin/
Text: Alle
Regie: Stefanie Aehnelt
Ausstattung / Grafik: Svenja Kuhr
Musik: Ensemble Clément Janequin, Berliner Vögel und Nils Lauterbach

Die Unsichtbaren
Regie: 
Anna Koch, Moritz Pankok
Mit: Bino Byansi Byakuleka, Malasz Alromo, Napuli Paul Langa, Gerson Liebl 

Das Hörspiel des Herrn B.
Vom Kainkollektiv (Mirjam Schmuck, Fabian Lettow)

Förderer Fonds Soziokultur Stiftung Kommunikationsaufbau
Ein Projekt des tak Theater Aufbau Kreuzberg e.V. 

Lockdown- Fassung- ab 27.11 online verfügbar

Tickets

  • Normal: €9,00 (+ zzgl. Gebühren)
  • Ermäßigt €6,00 (+ zzgl. Gebühren)
Karten

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