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24.10.2020 - Die Unmögliche Vertreibung des Herrn B


Premiere/Kiezparcours

Die unmögliche Vertreibung des Herrn B.

oder: Dieser Kiez ist (k)ein Kaufhaus

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Weitere Vorstellungen
24. Oktober 2020 – 18:00 | 18.30 | 19.00*
25. Oktober 2020 – 18:00 | 18:30 | 19:00*

*20 Plätze pro Vorstellung | Vorstellungsdauer ca. 2,5 h
Zum Abspielen des Audiowalks benötigen Sie ein wlanfähiges Smartphone und Kopfhörer. Sollten Sie keins zur Verfügung haben, gibt es einige mp3-Player vor Ort. Wir empfehlen, gemütliche Laufschuhe und wetterfeste Kleidung zu tragen. 

Das Vogelnest wurde zugemauert. Der Weltbürgersaal - geschlossen? Das Licht am Ende des Tunnels war der Todesschuss- oder? Aber Herr B - ja, der wohnt noch hier. Die haben das neue Haus um seine Schrankwand gebaut. Neben dem Haus bauen sie jetzt neuere Häuser. Über Leben im Aufbau, über das Überleben in Kreuzberg, erzählt von Herrn B.

Die multimediale Stadtraum-Performance “Die unmögliche Vertreibung des Herrn B.” beleuchtet gesellschaftliche Widersprüche aus Distanz und Nähe, Vertreibung und Widerstand unter dem lokalen Brennglas, verwickelt sie in ein Spiel, in dem eine grundsätzliche Berührung mit der so genannten „neuen Wirklichkeit“ möglich ist.

Das tak Theater Aufbau Kreuzberg wird im September zum Portal: Das tak- Kollektiv erkundet die fiktive Welt eines gewissen Herrn B, der sich schon lange seiner eigenen Vertreibung aus dem Heimatbezirk erwehrt, erzählerisch in fünf Vignetten, die sich zwischen Audiowalk und Performance-Parcours bewegen:

DAS AUFBAU HAUS ist das kreative Kiezkaufhaus am Moritzplatz. France-Elena Damian hat in dokumentarischen Interviews die Mieter porträtiert. Klaus ist Urberliner, mit Hilfe seiner Eltern konnte er seine erste Tischlerei eröffnen. Ala kommt aus dem irakischen Kurdistan, mit 18 konnte sie noch kein Wort Deutsch, jetzt träumt sie von einer zweiten Schneiderei. Der Verlag fand im Aufbau Haus seine neue Heimat, auch wenn Christoph, der Modulorgründer, das Ganze lieber Planet Modulor genannt hätte. Doch nun steigt er aus diesem Planetensystem aus und hinterlässt uns eine Botschaft. 

Zwischen dem Untergrund der U-Bahn-Haltestelle Moritzplatz und dem des Fluchttunnels zwischen Sebastian- und Heinrich-Heine-Straße entwirft Lydia Ziemke (suite42) IM (DOPPELTEN) UNTERGRUND unter Mitwirkung eines Chores von (Zeit-)Zeug*innen verschiedene Versionen der Geschichte auf der Suche nach dem Exit aus „deutsch-deutschen Untergründen“.

In ZWANGSRÄUMUNG führt Stefanie Aehnelt durch die Oranienstraße in den Kirchgarten von St. Jacobi. Sie thematisiert an einem lokalen Beispiel die Frage von Zusammenleben vs. Verdrängung. Es geht um nichtmenschliche Mitbewohner der Stadt – Vögel. Sie fordert in einer Live-Performance zwischen Aktivismus und Sinnlichkeit eine STADT FÜR ALLE.

DIE UNSICHTBAREN leben unter uns, die tatsächlich Vertriebenen, die in diesem Kiez leben. Ihnen wird keine Stimme zugestanden, sie dürfen nicht wählen und doch sind sie aktiv. Der TAK e.V. begibt sich auf eine Spurensuche und trifft auf Menschen, die sich behaupten und mit ihrer Resilienz einen neuen Weg für sich finden.

Im HÖRSPIEL DES HERRN B. verbindet kainkollektiv die verschiedenen Stationen und Geschichten. Der Moritzplatz wird zum Syptomschauplatz einer utopischen Fantasie: die heterogenen Stimmen, die ihn bevölkern, zu einem vielstimmigen und -sprachigen Chor der Nachbarschaft zu fügen und die Potentiale seines Widerstands hörbar und erlebbar werden zu lassen: Herr (Kreuz)B.(erg) bleibt, denn dieser Kiez ist kein Kaufhaus!

Gefördert vom Fonds Soziokultur und Stiftung Kommunikationsaufbau
Ein Projekt des tak Theater Aufbau Kreuzberg e.V. 
Eine Produktion des tak-kollektivs

Von und mit
Stefanie Aehnelt, Herr B., France-Elena Damian, kainkollektiv (Fabian Lettow, Mirjam Schmuck), Caram Kapp, Anna Koch, Moritz Pankok, suite42 (Lydia Ziemke, u.a.), Mihau Kühn, Svenja Kuhr, Fetewei Tarekegn, Bino Byansi Byakuleka, Malasz Alromo, Napuli Paul Langa, Gerson Liebl, Angela Laich, Brigitte Rilke, Alexandra Voiades, Christian Kuchenbuch, Anke Retzlaff, Stefan Stern, Henning Streck, einem Chor aus ZeitzeugInnen, Matthias Koch, Christof Struhk, Klaus Henke, Silke Michel, Ala Hadji und vielen mehr.

Regie 
kainkollektiv: Das Hörspiel des Herrn B.
France-Elena Damian: 7 Geschichten zum Aufbau Haus
Lydia Ziemke: Im (Doppelten) Untergrund
Stefanie Aehnelt: Zwangsräumung
Moritz Pankok, Anna Koch: Die Unsichtbaren

Musik
Öz Kaveller, Nils Lauterbach

Aufnahme, Ton 
Nils Lauterbach

Ausstattung / Grafik
Svenja Kuhr

Technische Betreuung
Wolfgang Thatch Mirche
Henning Streck
Antje Kuhfeld

Kamera, Schnitt, Grafikdesign
Caram Kapp

Förderer Fonds Soziokultur Stiftung Kommunikationsaufbau
Ein Projekt des tak Theater Aufbau Kreuzberg e.V. 

Eine Produktion des tak-kollektivs

7 Geschichten zum Aufbau Haus
Regie:
France-Elena Damian
Kamera und Schnitt: Caram Kapp
Ton: Nils Lauterbach
Musik: Öz Kaveller, Caram Kapp
Mit: Matthias Koch, Christof Struhk, Klaus Henke, Silke Michel, Ala Hadji, Herrn Behne

Im (Doppelten) Untergrund:
Texte und Regie:
Lydia Ziemke
Aufnahme & Ton: Nils Lauterbach
Mit: Christian Kuchenbuch, Anke Retzlaff, Stefan Stern, Henning Streck & einem Chor aus ZeitzeugInnen

Zwangsräumung (Kirchgarten St. Jacobi)
Darstellerinnen:
Angela Laich, Brigitte Rilke, Alexandra Voaides
Im Audio: Carolin Seige / Vogel-Aktivistin
Lisa Söhn und Imke Wardenburg / NABU Berlin/
Text: Alle
Regie: Stefanie Aehnelt
Ausstattung / Grafik: Svenja Kuhr
Musik: Ensemble Clément Janequin, Berliner Vögel und Nils Lauterbach

Die Unsichtbaren
Regie:
Anna Koch, Moritz Pankok
Mit: Bino Byansi Byakuleka, Malasz Alromo, Napuli Paul Langa, Gerson Liebl 

Das Hörspiel des Herrn B.
Vom Kainkollektiv (Mirjam Schmuck, Fabian Lettow)

 

Weitere Vorstellungen: 18:30/19:00

Tickets

  • 15 EUR / erm. 10 EUR/ 3 Berlinpass
  • Tickets nur Online
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