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18.05.2019 - 21. Lange Buchnacht in der Oranienstraße


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21. Lange Buchnacht in der Oranienstraße

Lesungen und mehr

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Zum 21. mal findet die LANGE BUCHNACHT IN DER ORANIENSTRAßE statt. Gemeinsam mit einigen Mitstreiter*Innen hat der TAK e.V. die Durchführung der erfolgreichen Veranstaltung übernommen. Rund 30 Veranstaltungsorte um die Oranienstraße spiegeln mit zahllosen Lesungen die Vielfalt von Literatur und die unseres Stadtteils wieder. Das tak Theater ist einer der Anlaufpunkte des kleinen Festivals. die tak Foyerbar, benannt nach dem Exil Verlag der von den Nationalsozialisten verfolgten Autoren in New York, dem Aurora Verlag, wird zu einem der Buchnacht Treffpunkte, an dem man das gesamte Programm der Buchnacht wird finden können. I

18 Uhr "Alles nur Theater? Zum Umgang mit dem Kulturkampf von rechts"
Durch laute Zwischenrufe und die Enthüllung eines Schriftzugs stören Rechtsextreme eine live im Radio übertragene Gesprächsrunde in einem Theater. Rechstpopulist_innen sprechen von der „Entsiffung des Kulturbetriebs", fordern die Streichung der Gelder für politisch missliebige staatlich finanzierte Kultureinrichtungen und pochen stattdessen auf eine „deutsche Leitkultur". Der Kulturkampf von rechts findet nicht in ferner Zukunft statt - er ist bereits in vollem Gange.
Hier setzt die neue Handreichung der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) „Alles nur Theater? Zum Umgang mit dem Kulturkampf von rechts" an und gibt konkrete Tipps zum Umgang mit rechten Veranstaltungsstörungen, öffentlichen Provokationen, Drohungen oder parlamentarischen Anfragen. Sie soll Kulturschaffende dabei unterstützen, eigene Kommunikations­- und Handlungsstrategien zu entwickeln, um auf solche Situationen vorbereitet zu sein und auch präventiv handeln zu können.

20 Uhr "Glossar zum Umgang mit der Neuen Rechten"
Vertreter_innen von keine-buehne.org stellen ihr Glossar zum Umgang mit der Neuen Rechten vor, erschienen im 6. Band der "Mülheimer Fatzerbücher" im Neofelis Verlag.

22 Uhr "Ich bin nicht Euer Hampelmann" (Kenan Khadaj mit Zeichnungen von Raguel Roumer)
In Kenan Khadajs „tragikomischer Wohnungsfantasia“ erklärt die Wohngemeinschaft von Angst, Hunger und Traurigkeit einer Klingelstreiche spielenden Kinderbande den Krieg. Aber wer steckt hinter diesen verdammten Gören vor der Tür? Und welcher Krieg findet da draußen wirklich statt?

Kenan Khadaj wurde 1990 in Swaida, Syrien, geboren. Er ist Journalist, Aktivist und Verfasser literarischer Kurzgeschichten. Mit den Zuspitzungen der Kriegshandlungen und mit einsetzender politischer Verfolgung durch das Assad-Regime (wegen einiger seiner Publikationen) musste er 2014 das Land verlassen und nach Libanon fliehen. Von dort nahm er die gefährliche Reise über die Balkanroute auf sich und floh über die Türkei, Griechenland, Mazedonien, Serbien und Slowenien nach Deutschland. Seit Mai 2015 lebt er in Berlin.
Unmittelbar nach seiner Ankunft veröffentlichte die Zeitschrift TAZ und das Stadtsprachen-Magazin mehrere seiner journalistischen Beiträge und Publikationen. Die Literaturwerkstatt Berlin lud ihn daraufhin ein, sich am Projekt „VERSschmuggel/reversible“ zu beteiligen. Es folgten Lesungen im Rahmen des Poesiefestivals Berlin. 2016 erschienen mehrere seiner Kurzgeschichten in der Anthologie „Hier sein - Weg sein“ im Secession Verlag. Die Anthologie wurde auf der Leipziger Buchmesse mit einer Lesung präsentiert.

22:30 Uhr "Wie ein Dieb stahl ich meiner Stadt Damaskus" (Nauras Ali)
„Wie ein Dieb stahl ich meiner Stadt Damaskus die letzten Augenblicke mit ihr. Alles, was ich zum letzten Mal sah, hielt ich in Gedanken ganz genau fest: Das Gemäuer der alten Festung, die verschlafenen Straßen, die mit dem Krieg unter einer Decke steckten, der antike Medhat-Pascha-Markt, der al-Khedra-Kreisverkehr mit seinen Gemüsehändlern, meine alte Schule, in der ich zwölf Jahre meines Lebens verbrachte, die Mülltonnen, eine am Straßenrand schlafende Katze, eine Verkehrsampel, der typische Geruch dieser Straße, die berühmte Konditorei, in der ich fast täglich Knafé à la Nablus oder Madlu-a mit Sahne gekauft habe…“

Nauras Ali arbeitet seit 2015 freiberuflich als Schriftsteller, Übersetzer und Schauspieler in Berlin. Er studierte Literatur und Übersetzung an der Universität Damaskus. Für seine Texte ist er mehrfach ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Sharjah Award for Arab Creativity 2019. Seit 2017 ist er Mitglied des literarischen Kollektivs WIESE. Als Schauspieler war er zuletzt in der Berliner Volksbühne und im Literarischen Colloquium Berlin zu erleben. „Und jetzt bin ich frei“ ist seine erste Buchveröffentlichung und der Start für die neue Reihe der EDITION WIESE, herausgegeben von der Schreibwerkstatt WIESE in der Neuen Nachbarschaft Moabit.
 

 

Nach den Beiträgen wird es die Gelegenheit zu Diskussion und Austausch geben.

Parallel während der gesamten Buchnacht können im "Kleinen TAK" bis 24.00h Banner, Fahnen und andere Demotionalien gebaut werden, die dann am folgenden Morgen auf der Demo "UNITE & SHINE - Für ein Europa der Vielen" (Beginn 12.00h Rosa-Luxemburg Platz an der Volksbühne) zum Einsatz kommen.

Die Veranstaltung im tak ist Teil der Kooperationsreihe "Sich Solidarisch zeigen für eine Glänzende Zukunft" der Theaterhäuser Sophiensæle, Ballhaus Ost, Theaterdiscounter und tak, die sich im Rahmen der Berliner Erklärung der Vielen zusammengeschlossen haben.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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