Premiere

His Masters' Voices

Eine musikalische Séance von DieOrdnungDerDinge

Zoom

In der neuen Produktion des Ensembles DieOrdnungderDinge lässt zeitgenössische Musik die Klänge der Vergangenheit hörbar werden. His Masters‘ Voices ist eine musikalische Séance: vier Musiker und Performer treten mithilfe sechs neuer Kompositionen in Dialoge mit den Geistern von Schumann, di Lasso, Stockhausen oder auch Stravinsky.  Alle Werke des Abends spüren auf die ihnen eigene Weise das Neue im Alten auf.  Sie befragen die Vergangenheit und lassen sich von ihr gleichermaßen inspirieren wie irritieren.

Zum Beispiel in Cecilia Ardittos Stück Dos für Cello,Geige, Vinyl und low-tech DJ: Hier werden historische Schallplattenaufnahmen von Schumanns Carnaval zu Duopartnern der live gespielten Instrumente Cello und Geige. Die Plattenspieler, die als eigenständige Musikinstrumente betrachtet werden, geben die Aufnahme in unterschiedlichen Abspielgeschwindigkeiten wieder. Dadurch, sowie durch Scratching und andere Manipulationen und Verfremdungen der Aufnahmen entsteht ein merkwürdig entrückter musikalischer Dialog.

Das Ensemble DieOrdnungderDinge entführt sein Publikum augenzwinkernd in eine kunstvoll arrangierte Begegnung mit dem musikalischen Jenseits. Präparierte Instrumente, Kassettenrekorder und Plattenspieler lassen das Alte im Neuen hörbar werden; historische Tonaufnahmen, Texte und Artefakte verwandeln sich in Stimmen aus dem Jenseits, die sich mit den aufgeführten Kompositionen auf vielfältige Weise auseinandersetzen.

Das Ensemble DieOrdnungDerDinge hat sich auf die Entwicklung außergewöhnlicher Präsentationsformen für Neue Musik spezialisiert und einen ganz eigenen, poetisch- , humorvollen Stil gefunden, der intellektuell fordernd und zugleich sinnlich erfahrbar ist. Das Publikum erlebt einen Konzertabend, in dem die Form des Konzerts als szenische Kunst betrachtet wird: Visuelle und akustische Aspekte stehen gleichberechtigt nebeneinander. Durch einen theatralen Gesamtbogen wird die Grenze zwischen musikalischer und szenischer Form übersprungen.

Von und mit Iñigo Giner Miranda (Komposition, Piano, Performance), Cathrin Romeis (Cello, Schauspiel), Vera Kardos (Geige, Performance), Meriel Price (Saxophon, Performance)

Komposition von Rodriguez Valenzuela, Rojo Poller, Arditto, Giner Miranda und Barnett McIntosh

Dramaturgie Katja Hagedorn / Ausstattung: Angela Ribera / Produktion: ehrliche arbeit / Presse: Nora Gores

Eine Produktion von DieOrdnungDerDinge, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds. Medienpartner ist die taz, die Tageszeitung.

Vorstellungen: 23.-26. Juni 2016 / 20:00

Tickets

  • Normal: 13,00 €
  • Ermässigt: 8,00 €
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Veranstalter

DieOrdnungDerDinge

Förderer

Hauptstadtkulturfonds

Medienpartner

taz.die tageszeitung
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DieOrdnungDerDinge © Michael Jungblut